Blockupy: für ein ungehorsames Mosaik

ourtime-300x200Auf der Suche nach Rissen im Europäische Krisenregime und grenzübergreifender Gegenmacht

Blockupy ist erstmals 2012 in Erscheinung getreten. Im Frühjahr 2012 haben wir unter dem Motto „Widerstand im Herzen des Europäischen Krisenregimes“ und in Bezug auf die internationalen Bewegungen und Platzbesetzungen zu Aktionstagen nach Frankfurt am Main aufgerufen. Frankfurt/M – internationaler Finanzplatz, mit einer von Banken geprägten Innenstadt und der EZB mittendrin – ist ein symbolträchtiges und machtvolles Zentrum des Krisenregimes. Ein Regime, das gerade auch in Deutschland nach einem Bruch rief mit der Alltäglichkeit von Krisenverwaltung und Schwarzer Null, nach einem Dazwischengehen gegen die Arroganz der Macht und die Entdemokratisierung der Politik – auch ohne populare Massenbewegungen wie in Spanien, Portugal und Griechenland. Frankfurt und die EZB waren eine Wahl, die – wie wir schnell erlebten – international und bundesweit „verstanden“ wurde.

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Verkauf der Bustickets gestartet

Blockupy HamburgMit dem Bus aus Hamburg zu den Aktionen von Blockupy am Freitag, 2.9.2016.

Aus Hamburg gibt es eine gemeinsame Anreise nach Berlin. Der Bus fährt am 2.9. früh morgens (3 Uhr) in Hamburg los, damit alle rechtzeitig zu den Aktionen in Berlin sind. Am Nachmittag des 2.9. geht es zurück nach Hamburg.

Tickets für den Bus kosten 10-15 Euro. Schüler*innen, Studierende, Azubis, etc. zahlen den ermäßigten Preis, Leute mit vollem Einkommen zahlen bitte 15 Euro (oder mehr).

Tickets gibt es im Schanzenbuchladen, Schulterblatt 55 im Schanzenviertel.

 

Aufruf zu den Blockupy-Aktionstagen

Ultraeuropäisch, grenzenlos und für alle! Seien wir unmöglich, versuchen wir das Realistische
Blockupy 2016 Aufruf der Interventionistischen LinkenLDas alte Europa kommt seit dem Ausbruch der Krise im Jahr 2007 nicht zur Ruhe. Spitzte sich die Krise bis letztes Jahr noch anhand der brutalen Sparpolitik zu, die in vielen Ländern der südlichen Peripherie brutal durchexerziert wurde, vervielfachen sich die Herausforderungen durch den Summer of Migration und die reaktionären Tendenzen innerhalb Europas für die Herrschenden und damit auch für uns.

Um die Folgen der Krise für Kapitaleigner abzufedern, werden die einst als gegeben vorausgesetzten sozialen Sicherungssysteme endgültig demontiert. Ihm Vermächtnis von Schröder und Blair, von Schäuble und Dijsselbloem angetrieben, folgt Europa dem Trend der Agenda 2010. Und so heißt es arm trotz Arbeit zu sein oder im gänzlich prekarisierten Alltag sein Glück suchen zu müssen. Wenn das Versprechen Europas für die meisten Menschen nur noch ein Mehr an Verzicht ist, läuft etwas falsch – ganz falsch. Darüber können auch die Phrasen des „Immer weiter so“ der etablierten Politiker_innen die Menschen nicht mehr hinwegtäuschen. Weiterlesen

Aktionen am 2.9.: Zweite Welle

Blockupy2016_Plakat1b.jpgVielfältig, kreativ und direkt gegen die Akteure von Abschottung und Ausgrenzung

Aufruf zu einer zweiten Welle dezentraler Aktionen am 2. September in Berlin

In einer „Zweiten Welle“ rufen wir alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, die Vielfalt des linken Gegen-Pols, der sowohl dem rechten Block als auch der neoliberalen Mitte eine Absage erteilt, sichtbar zu machen – und die Feinde grenzübergreifender Solidarität öffentlich zu markieren. Ob Antirassismus, Feminismus, Kämpfe um Wohnraum und gegen prekäre Arbeitsverhältnisse, Erwerbsloseninitiativen, Fluchthilfe oder Klima-Gerechtigkeit: Unsere Kämpfe sind vielfältig und unsere Antworten (im Konkreten) häufig verschieden. Doch um für Offenheit, Solidarität und eine radikal andere Politik zu kämpfen, brauchen wir gemeinsame Momente, die alte Spaltungslinien überwinden und die Kämpfe auf verschiedenen Ebenen miteinander verbinden.

Deshalb laden wir am Nachmittag des 2. September zu dezentralen Aktionen in Berlin ein.

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#Showtime – Für eine Ansage von Links

Nationalismus ist keine Alternative, NIKANIKA Aufruf zur linksradikalen Beteiligung am bundesweiten Aktionswochenende gegen Rassismus in Berlin

Offizielles Weltoffenheitsblabla, verschärfter Konkurrenzkampf, institutionelle Abschiebepraxis: die Antwort der schwarzroten Koalition auf die jüngsten Krisen Europas ist zugleich die Alte – und Betriebsgrundlage der AfD. Die preist ihren deutschen Wähler*innen Rassismus und Nationalismus als Allheilmittel für das gesellschaftliche Übel an: was schlimm ist, soll noch schlimmer werden. Wer dagegen aufstehen will, darf aber von der sozialen Brutalisierung zum Wohle des deutschen Standorts und seiner rassistischen Abschottung nicht schweigen, die die Parteien von CSU bis Grüne betreiben. Wir rufen daher dazu auf, am 2. und 3. September auf den Straßen Berlins deutlich zu machen, dass ein Aufstehen gegen Rassismus ohne eine Kritik der Nation und ihrer Parteien nicht zu haben ist. Schon gar nicht zu Wahlkampfzeiten. Weiterlesen

Grenzenlos feministisch

Grenzenlos antikapitalistisch – Grenzenlos solidarisch. Aufruf zur Demo am Samstag, 3.9.2016

il-agr-20160903-webDie „Alternative für Deutschland“: Politik aus der Herrensauna
Antifeminismus ist neben Rassismus das zweite Standbein der AfD. Die von der AfD vorangetriebene, von den anderen Parteien durchgeführte Abschottung Europas lässt die feministische Forderung nach sicheren Fluchtwegen in weite Ferne rücken. Und: die Partei zeigt eine geradezu zwanghafte Fixierung auf den Begriff „Gender“.

Die Vorstellung, die mit Penis und die ohne könnten nicht mehr klar voneinander zu unterscheiden sein, scheint ein enormes Bedrohungspotential zu haben. Und daraus entwickelt man eine Reihe von politischen Forderungen, die direkt aus der Herrensauna stammen: Abschaffung aller Gender Mainstreaming-Maßnahmen, die angeblich darauf abzielen, die biologischen Geschlechter abzuschaffen; sozial- und kulturwissenschaftliche Forschungen, die Geschlecht als Konstrukt und Herrschaftsinstrument entlarven, sollen verschwinden; nicht nur Politik für Familien, sondern aktive Aufforderung an Bio-Deutsche, mehr Kinder zu produzieren, um das „Überleben des eigenen Volkes sicher­zustellen“ (Frauke Petry). Nicht freie, selbstbestimmte Individuen, sondern die heterosexuelle Kleinfamilie sei die Keimzelle der Gesellschaft. Nichts außer Blümchensex in der Missionarsstellung zwischen Mama und Papa soll in Schulen gelehrt werden. Schwangerschaftsabbrüche sollen weiter erschwert bzw. moralisch verdammt werden. Die Junge Alternative fordert lautstark ein Recht auf sexistische Darstellungen, in denen weibliche Körper objektiviert und erniedrigt werden. Weiterlesen